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Wilhelm Kuebart

4. März 1913, Trakehnen (Jasnaja Poljana)
24. September 1993, Marquartstein

Wilhelm Kuebart tritt im Herbst 1932 als Offiziers­anwärter in die Reichs­wehr ein. Er wird am 1. August 1937 zum Ober­leutnant befördert und im Sommer 1940 im Rang eines Haupt­manns dem Stab der 18. Panzer-Division zuge­wiesen. Nach dem Besuch der Kriegs­akademie wird er in den Stab Heeres­gruppe Mitte und schließ­lich in die Abteilung Fremde Heere Ost des Ober­kommandos des Heeres ver­setzt. Im April 1944 wird er Leiter der Gruppe IH Geheimer Melde­dienst Heer im Amt Aus­land/Abwehr im Ober­kommando der Wehr­macht. 

Wilhelm Kuebart arbeitet eng mit Oberst Georg Alexander Hansen zusammen, der zum inneren Kreis des militär­ischen Wider­stands gegen Hitler gehört, und bekommt Kenntnis von den Planungen eines Umsturz­versuchs.

Nach dessen Scheitern wird Wilhelm Kuebart am 23. Juli 1944 in Berlin festge­nommen, zuerst in der Prinz-Albrecht-Straße 8 inhaftiert und etwa zehn Tage später in das Zellen­gefängnis Lehrter Straße 3 verlegt. Hier ist er bis zum 17. Sep­tember 1944 inhaf­tiert und wird anschließend wieder in die Prinz-Albrecht-Straße zurück­gebracht. 

Nachdem Wilhelm Kuebart, der im Juni 1944 zum Oberst­leutnant befördert und am 24. August 1944 vom Ehren­hof des Heeres aus der Wehr­macht aus­gestoßen worden ist, wird am 19. September 1944 vom „Volks­gerichts­hof” zu fünf Jahren Zucht­haus verurteilt. 

Nach Kriegs­ende stellt sich Wilhelm Kuebart freiwillig der US-Armee und wird im Sommer 1945 zu den Vorgängen des 20. Juli befragt. 

Portrait: Wilhelm KuebartWilhelm Kuebart