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Gerhard Krüger

24. Januar 1904, Berlin
13. April 1945, Berlin-Plötzensee

Gerhard Krüger wächst im Berliner Arbeiter­bezirk Wedding auf und absol­viert nach der Volks­schule eine vier­jährige Ausbil­dung zum Dreher. Er heiratet Martha Dietrich und bekommt mit ihr einen Sohn. Nach Tätig­keiten als Bau­arbeiter und Haus­diener findet er Arbeit als Dreher bei der AEG in Berlin-Reinicken­dorf, Dront­heimer Straße. Dort schließt er sich der dortigen Wider­stands­gruppe an, die neben der Ver­breitung von Flug­blättern auch Sabo­tage an Rüs­tungs­gütern betreibt. 

Gerhard Krüger stellt Kontakt her zu dem Kommu­nisten Georg Leicht­mann, der wie­derum Kon­takt hat zur Wider­stands­gruppe um Anton Saefkow. Die Gruppe wird enttarnt und Gerhard Krüger am 24. Februar 1945 in seiner Woh­nung von der Gestapo festge­nom­men und im Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße inhaf­tiert. 

Am 24. März 1945 wird Gerhard Krüger vom Kammerge­richt mit sechs weiteren Arbeits­kollegen zum Tode ver­urteilt und zwei Tage später ins Gefängnis Plötzen­see über­führt, wo er seine Frau am 27. März 1945 ein letztes Mal sehen kann. Er wird dort noch kurz vor Kriegs­ende am 13. April 1945 ermor­det.

Ich habe meinen Mann das letzte Mal am 27. März 1945 mit Kopfverletzung im Gefängnis Plötzensee gesehen. ... Bin seit 1937 bis 24. Februar 1945 am Tag der Verhaftung meines Mannes glück­lich verheiratet gewesen.

Martha Krüger geb. Dietrich im Lebenslauf vom 21. Juni 1945

Quelle: Landesarchiv, C Rep. 118-01, Nr. 7183