Gerhard Krüger
13. April 1945, Berlin-Plötzensee
Gerhard Krüger wächst im Berliner Arbeiterbezirk Wedding auf und absolviert nach der Volksschule eine vierjährige Ausbildung zum Dreher. Er heiratet Martha Dietrich und bekommt mit ihr einen Sohn. Nach Tätigkeiten als Bauarbeiter und Hausdiener findet er Arbeit als Dreher bei der AEG in Berlin-Reinickendorf, Drontheimer Straße. Dort schließt er sich der dortigen Widerstandsgruppe an, die neben der Verbreitung von Flugblättern auch Sabotage an Rüstungsgütern betreibt.
Gerhard Krüger stellt Kontakt her zu dem Kommunisten Georg Leichtmann, der wiederum Kontakt hat zur Widerstandsgruppe um Anton Saefkow. Die Gruppe wird enttarnt und Gerhard Krüger am 24. Februar 1945 in seiner Wohnung von der Gestapo festgenommen und im Zellengefängnis Lehrter Straße inhaftiert.
Am 24. März 1945 wird Gerhard Krüger vom Kammergericht mit sechs weiteren Arbeitskollegen zum Tode verurteilt und zwei Tage später ins Gefängnis Plötzensee überführt, wo er seine Frau am 27. März 1945 ein letztes Mal sehen kann. Er wird dort noch kurz vor Kriegsende am 13. April 1945 ermordet.
Ich habe meinen Mann das letzte Mal am 27. März 1945 mit Kopfverletzung im Gefängnis Plötzensee gesehen. ... Bin seit 1937 bis 24. Februar 1945 am Tag der Verhaftung meines Mannes glücklich verheiratet gewesen.
Martha Krüger geb. Dietrich im Lebenslauf vom 21. Juni 1945
Quelle: Landesarchiv, C Rep. 118-01, Nr. 7183



