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Kurt Kosney

19. Oktober 1909, Berlin
30. April 1984, Berlin (Ost)

Der Sohn eines Metz­gers ab­sol­viert nach der Volks­schule eine Aus­bild­ung zum Mecha­ni­ker und enga­giert sich gemein­sam mit seinem acht Jahre jün­ge­ren Bruder Her­bert in einer kom­mu­nis­ti­schen Jugend­gruppe. 1930 wird er Mit­glied im Metall­arbeiter­verband und 1932 der KPD. 

Von 1933 bis 1938 ist er als Reise­mon­teur auf Wehr­machts­bau­stellen, dann in Rüs­tungs­be­trieben tätig. 1939 wird er das erste Mal von der Ges­tapo fest­ge­nommen und mit der Auf­lage ent­las­sen, sich bei der Wehr­macht zu mel­den. Er ist zunächst wei­ter in der Rüs­tungs­in­dustrie beschäf­tigt und wird 1942 zum Mili­tär­dienst ein­ge­zo­gen, nach drei Monaten jedoch wieder ent­lassen. 

Kurt Kos­ney wird nach Polen ver­setzt, wo er mit pol­nischen Wider­stands­kämp­fern und fran­zö­si­schen Zwangs­ar­beitern in Kontakt kommt. Ende 1944 wird er in Neu­to­mi­schel an seiner Arbeits­stelle festge­nom­men. 

Aus dem SS-Lager in Konin kann er flie­hen, reist mit der Bahn nach Berlin und hält sich dort ver­steckt, wird aber am 17. Februar 1945 erneut von der Gestapo auf­gegriffen und am 23. Februar im Zel­len­gefäng­nis Lehrter Straße inhaf­tiert. Mit­hilfe von Schuh­wichs­dosen baut Kurt Kos­ney einen Radio­de­tektor, mit dem die Gefan­ge­nen den Front­verlauf ver­folgen können. 

Am 22. April 1945 wer­den er und 21 andere Ges­tapo-Gefan­genen aus der Haft ent­lassen. In der darauf­fol­genden Nacht über­lebt sein Bruder Herbert als einziger die Mord­aktion der SS auf dem ULAP-Gelän­de. Er schleppt sich schwer ver­letzt bis zur Woh­nung von Kurt Kosney, der ihn ver­steckt und später in ein Laza­rett bringt.

Kurt Kosney lebt bis zu seinem Tod 1984 in Berlin-Weißen­see.