Martin Korsch
unbekannt
Der Rechtsanwalt Martin Korsch ist Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) sowie des „Stahlhelms”. Der Familientradition folgend gehört er zudem ab 1918 der Landesloge der Freimaurer an und übernimmt im Frühjahr 1933 den Vorsitz der Tochterloge „Zu den drei Goldenen Schlüsseln”, die er auch in Rechtsstreitigkeiten vertritt.
Zunehmend gerät er in Konflikt mit dem Nationalsozialismus. Im Januar 1935 wird Martin Korsch von der Gestapo festgenommen und im „Hausgefängnis” in der Prinz-Albrecht-Straße, im Columbiahaus sowie im KZ Esterwegen inhaftiert. Während der Haft erkrankt er schwer und wird im Juli 1935 aus der Haft entlassen.
Im Herbst 1942 versucht ihn sein Schul- und Studienkamerad Carl Goerdeler für die Bestrebungen zum Sturz Hitlers zu gewinnen und erläutert ihm bei einem Treffen in Berlin seine Sicht der politischen Lage. Nach dem gescheiterten Umsturzversuch erwähnt Martin Korsch dieses Gespräch gegenüber einem Nachbarn, der ihn denunziert. Martin Korsch wird am 16. August von der Gestapo festgenommen und in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Am 11. Oktober 1944 wird er in die Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße überstellt.
Wegen der Nichtanzeige Goerdelers angeklagt, wird er am 19. Januar 1945 vom „Volksgerichtshof” freigesprochen, ohne jedoch aus der Haft entlassen zu werden. Am 20. Februar wird er erneut in das KZ Sachsenhausen überführt, wo sich sein Gesundheitszustand drastisch verschlechtert. Weitere Informationen zu seiner Biografie sind nicht bekannt.






























