Richard Klotzbücher
10. April 1945, Berlin-Plötzensee
Der Sohn eines Gastwirts besucht die Gemeindeschule und hilft seinen Eltern in der Gastwirtschaft. Ab 1920 ist er als ungelernter Arbeiter in einem Walzwerk in Düsseldorf tätig, später zieht er nach Berlin zu seinen inzwischen hier wohnenden Eltern.
Nach einer Zeit der Arbeitslosigkeit wird Richard Klotzbücher in den 1920er Jahren Hilfsarbeiter bei der AEG-Turbinenfabrik in der Huttenstraße in Berlin-Moabit und ist Mitglied und Kassierer der Roten Hilfe. Mittels Selbststudium und Hochschulkursen bildet er sich weiter und wechselt 1941 in die Personalabteilung der AEG.
1940 wird er wegen des Verdachts von „staatsfeindlichen Aktivitäten” festgenommen, aber nach fünf Tagen wieder freigelassen. In der AEG gehört er einer illegalen Betriebsgruppe an, die Verbindung zur Widerstandsgruppe um Anton Saefkow hat.
Richard Klotzbücher wird am 22. Februar 1945 festgenommen und in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert. Das Kammergericht Berlin verurteilt ihn und sechs seiner in der Gruppe aktiven Kollegen am 21. März 1945 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Alle werden am 10. April 1945 kurz vor der Befreiung durch die Rote Armee im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.






