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Richard Klotzbücher

23. Mai 1902, Tschemsal (Trzemzal)
10. April 1945, Berlin-Plötzensee

Der Sohn eines Gast­wirts besucht die Gemein­de­schule und hilft seinen Eltern in der Gast­wirt­schaft. Ab 1920 ist er als un­ge­lernter Arbei­ter in einem Walz­werk in Düssel­dorf tätig, später zieht er nach Berlin zu seinen inzwischen hier wohnenden Eltern. 

Nach einer Zeit der Arbeits­losig­keit wird Richard Klotz­bücher in den 1920er Jahren Hilfs­arbeiter bei der AEG-Turbi­nen­fabrik in der Hutten­straße in Berlin-Moabit und ist Mit­glied und Kassierer der Roten Hilfe. Mittels Selbst­studium und Hoch­schul­kursen bildet er sich weiter und wechselt 1941 in die Per­sonal­abteilung der AEG. 

1940 wird er wegen des Ver­dachts von „staats­feind­lichen Aktivi­täten” fest­ge­nom­men, aber nach fünf Tagen wieder frei­ge­lassen. In der AEG gehört er einer ille­galen Betriebs­gruppe an, die Ver­bin­dung zur Wider­stands­gruppe um Anton Saefkow hat. 

Richard Klotz­bücher wird am 22. Februar 1945 fest­ge­nom­men und in das Zellen­ge­fängnis Lehrter Straße 3 ein­ge­liefert. Das Kammer­gericht Berlin verur­teilt ihn und sechs seiner in der Gruppe aktiven Kollegen am 21. März 1945 wegen „Vor­be­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Alle werden am 10. April 1945 kurz vor der Befreiung durch die Rote Armee im Straf­gefäng­nis Plötzen­see ermor­det.

Portrait: Richard KlotzbücherRichard Klotzbücher, um 1945