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Hans Kloss

28. November 1905, Wien
16. März 1986, Wien

Hans Kloss wächst in Wien als Sohn eines in einem Minis­terium tätigen Abtei­lungs­leiters auf. Er stu­diert Rechts- und Staats­wissen­schaften, promo­viert bis 1934 in beiden Fächern und tritt anschließend als Kauf­männi­scher Ange­stellter in die Öster­reichische Luft­ver­kehrs A.G. (ÖLAG) in Wien ein. Nach dem „An­schluss“ Öster­reichs geht die ÖLAG in der Deut­schen Luft­hansa A.G. auf. 

Durch seinen Kolle­gen Klaus Bonhoeffer wird Kloss im Früh­jahr 1944 in die Um­sturz­pla­nungen einge­weiht. Er erklärt sich bereit, im Falle eines gelingenden Um­sturzes bei der Luft­hansa A.G. den Posten eines Wirt­schafts­leiters zu über­nehmen.

Hans Kloss wird im Okto­ber 1944 in der Gesta­po-Abtei­lung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße inhaf­tiert. Im Dezem­ber wird er zusammen mit Klaus Bon­hoeffer, Justus Perels, Rüdiger Schleicher und Hans John ange­klagt und am 2. Februar 1945 vom „Volks­ge­richts­hof“ zu fünf Jahren Zucht­haus ver­ur­teilt. Am 19. März erfolgt seine Verle­gung in das Zucht­haus Bran­den­burg-­Görden, aus dem er am 28. April 1945 befreit wird. 

Sein Kollege Klaus Bon­hoeffer und die anderen drei zum Tode verur­teilten Mit­ange­klagten werden in der Nacht zum 23. April 1945 von einem Sonder­komman­do des Reichs­sicher­heits­haupt­amtes auf einem Ruinen­gelände nahe der Lehrter Straße ermor­det. 

Portrait: Hans KlossHans Kloss, um 1946