Hans Kloss
16. März 1986, Wien
Hans Kloss wächst in Wien als Sohn eines in einem Ministerium tätigen Abteilungsleiters auf. Er studiert Rechts- und Staatswissenschaften, promoviert bis 1934 in beiden Fächern und tritt anschließend als Kaufmännischer Angestellter in die Österreichische Luftverkehrs A.G. (ÖLAG) in Wien ein. Nach dem „Anschluss“ Österreichs geht die ÖLAG in der Deutschen Lufthansa A.G. auf.
Durch seinen Kollegen Klaus Bonhoeffer wird Kloss im Frühjahr 1944 in die Umsturzplanungen eingeweiht. Er erklärt sich bereit, im Falle eines gelingenden Umsturzes bei der Lufthansa A.G. den Posten eines Wirtschaftsleiters zu übernehmen.
Hans Kloss wird im Oktober 1944 in der Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße inhaftiert. Im Dezember wird er zusammen mit Klaus Bonhoeffer, Justus Perels, Rüdiger Schleicher und Hans John angeklagt und am 2. Februar 1945 vom „Volksgerichtshof“ zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 19. März erfolgt seine Verlegung in das Zuchthaus Brandenburg-Görden, aus dem er am 28. April 1945 befreit wird.
Sein Kollege Klaus Bonhoeffer und die anderen drei zum Tode verurteilten Mitangeklagten werden in der Nacht zum 23. April 1945 von einem Sonderkommando des Reichssicherheitshauptamtes auf einem Ruinengelände nahe der Lehrter Straße ermordet.


















