Friedrich Karl Klausing
8. August 1944, Berlin-Plötzensee
Der aus einer Juristenfamilie stammende Friedrich Karl Klausing will Berufsoffizier werden und tritt im Herbst 1938 als Fahnenjunker in das angesehene Potsdamer Infanterieregiment 9 ein.
Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wird er zunächst in Polen und Frankreich eingesetzt und nimmt im Winter 1942/43 an den Kämpfen bei Stalingrad teil. Nach einer schweren Verwundung wird er 1943 zum Innendienst beim Oberkommando der Wehrmacht nach Berlin versetzt. Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg kann ihn dort für seine Verschwörungspläne gewinnen. Am 15. Juli 1944 begleitet Klausing Stauffenberg als Adjutant in das ostpreußische „Führerhauptquartier”. Das zunächst für diesen Tag geplante Attentat kann aber nicht ausgeführt werden.
Am 20. Juli 1944 hält sich Klausing im Bendlerblock, der Zentrale der Verschwörer in Berlin, auf und ist dort für die Übermittlung der „Walküre”-Befehle mitverantwortlich. In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli kann Klausing zunächst entkommen und sich bei Freunden verstecken.
Am nächsten Morgen stellt er sich jedoch der Gestapo und wird in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert. Friedrich Karl Klausing wird am 4. August 1944 aus der Wehrmacht ausgestoßen. Im ersten Schauprozess gegen die Verschwörer wird er am 8. August 1944 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und noch am selben Tag in Berlin-Plötzensee ermordet.







