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Geza Kardos

13. September 1920, Berlin
unbekannt

Geza Kardos absol­viert ein Studi­um der Wirt­schafts­wissen­schaften, das er 1944 mit Promotion abschließt. Seine Mutter ist die zu dieser Zeit bekannte Wahr­sagerin Ursula Kardos, die seit Ende der 1930er Jahre mit oppo­sitionellen Krei­sen in Kon­takt steht und in deren Wohnung mehrere Male Besprech­ungen der Ver­schwörer statt­finden. 

Geza Kardos stellt sich wieder­holt für Kurier­fahrten zur Ver­fügung. Zum Bekannten­kreis der Familie Kardos gehört Haup­tmann Ludwig Gehre, der dem Wider­stands­kreis im Amt Aus­land/Ab­wehr des Ober­komman­dos der Wehr­macht ange­hört. Gehre, dem nach einer Fest­nahme im März 1944 die Flucht gelingt, kann sich mit Hilfe eines brei­ten Kreises von Unter­stützerinnen und Unter­stützern bis Novem­ber 1944 verbor­gen halten. 

Im Okto­ber 1944 kommt es zur Fest­nahme mehrerer Hel­fer Ludwig Gehres. Auch Geza und Ursula Kardos wer­den am 12. Oktober 1944 fest­genom­men. Geza Kardos wird in die Ge­stapo­abteilung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße 3 einge­liefert, von wo er am 4. Februar 1945 in die Ora­nien­bur­ger Straße 31 über­stellt wird. Mangels Bewei­sen wird er jedoch weni­ge Tage später aus der Haft ent­lassen. 

Einer Ein­beru­fung in eine Straf­ein­heit der Waffen-SS kommt er nicht nach und lebt bis Kriegs­ende ver­steckt in Berlin. Nach 1945 ist er als Außen­han­dels­kauf­mann tätig.