Geza Kardos
unbekannt
Geza Kardos absolviert ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, das er 1944 mit Promotion abschließt. Seine Mutter ist die zu dieser Zeit bekannte Wahrsagerin Ursula Kardos, die seit Ende der 1930er Jahre mit oppositionellen Kreisen in Kontakt steht und in deren Wohnung mehrere Male Besprechungen der Verschwörer stattfinden.
Geza Kardos stellt sich wiederholt für Kurierfahrten zur Verfügung. Zum Bekanntenkreis der Familie Kardos gehört Hauptmann Ludwig Gehre, der dem Widerstandskreis im Amt Ausland/Abwehr des Oberkommandos der Wehrmacht angehört. Gehre, dem nach einer Festnahme im März 1944 die Flucht gelingt, kann sich mit Hilfe eines breiten Kreises von Unterstützerinnen und Unterstützern bis November 1944 verborgen halten.
Im Oktober 1944 kommt es zur Festnahme mehrerer Helfer Ludwig Gehres. Auch Geza und Ursula Kardos werden am 12. Oktober 1944 festgenommen. Geza Kardos wird in die Gestapoabteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 eingeliefert, von wo er am 4. Februar 1945 in die Oranienburger Straße 31 überstellt wird. Mangels Beweisen wird er jedoch wenige Tage später aus der Haft entlassen.
Einer Einberufung in eine Strafeinheit der Waffen-SS kommt er nicht nach und lebt bis Kriegsende versteckt in Berlin. Nach 1945 ist er als Außenhandelskaufmann tätig.

