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Horst Kaiser

8. Oktober 1904, Dresden
13. Juni 1949, Berlin (West)

Horst Kaiser wechselt nach einer Land­wirt­schafts­lehre und der Ver­walter­tätig­keit auf ver­schie­denen säch­sischen Gütern in die Gastro­nomie und eröff­net 1932 ein Kaffee­haus in Osna­brück. 1939 geht er nach Berlin und leitet das bei Künstlern und Schrift­stellern beliebte Café Leon am Kur­fürsten­damm. 1942 wird er zur Wehrmacht einge­zogen und 1943 zum Gleis­ketten­lager in der Ber­liner Wollank­straße komman­diert, dessen Leitung Otto Gimmler inne hat. 

Im Mai 1943 wird Horst Kaiser von einem Feld­kriegs­gericht wegen „Gehor­sams­ver­wei­gerung” zu vier Monaten Haft verur­teilt. Nach seiner Rück­kehr zum Gleis­ketten­lager ent­wickelt sich ein privater Kontakt zwischen ihm und Otto Gimmler. Auf dessen Bitten beher­bergt Horst Kaiser im Oktober 1944 den zum Wider­stands­kreis im Amt Aus­land/Ab­wehr des Ober­kom­mandos der Wehr­macht gehö­renden und seit März 1944 flüchtigen Haupt­mann Ludwig Gehre und dessen Frau Hanna. Er hat jedoch keine Kenntnis von der wirklichen Identität Gehres. 

Nach der Fest­nahme Gehres wird am 11. Novem­ber 1944 auch Horst Kaiser fest­genom­men und in die Gesta­po-Abtei­lung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße 3 einge­liefert. Nach wieder­holten Verhören durch die Gestapo wird er am 18. Januar 1945 aus der Haft entlassen.

Portrait: Horst KaiserHorst Kaiser, um 1946