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Walther Jansen

27. Oktober 1897, Breslau (Wrocław)
11. November 1959, Hamburg

Walther Jansen nimmt als Kriegs­frei­williger am Ers­ten Welt­krieg teil. Nach seinem Abi­tur und einer Aus-­bildung zum Zahn­techni­ker arbeitet er als Lektor und freier Schrift­steller. Seit 1933 ist er Mit­arbeiter des Verlags Eduard Bloch in Berlin. Am Zusammen­schluss mehrerer Pfad­finder­bünde zur Reichs­schaft Deutscher Pfad­finder ist Jansen betei­ligt und wird nach seinem Ein­tritt in die NSDAP An­fang Mai 1933 im August zum Bundes­führer der Reichs­schaft, die im Jahr 1934 ver­boten wird. 

Um einer Ver­folgung zu ent­gehen, emigriert er im Novem­ber 1933 in die Nieder­lande, kehrt aber 1938 ins Deutsche Reich zurück. Er findet in Berlin Arbeit als Lektor und Archi­var bei der Edition Bloch, bis er in der Presse­abteilung des Aus­wärtigen Amtes ange­stellt wird. Dort knüpft er 1942 Kon­takte zu einer opposi­tionellen Gruppe, zu der auch Eber­hard Plewe gehört.

Ohne in die Um­sturz­planungen des 20. Juli 1944 ein­bezogen zu sein, wird Jansen am 26. Juli 1944 fest­genom­men und in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 einge­liefert. Am 20. Februar 1945 wird er in das Kon­zen­trations­lager Sachsen­hausen über­stellt und An­fang Mai nach einem „Eva­kuie­rungs­marsch“ in der Nähe von Schwerin von der Roten Armee be­freit. 

Nach Kriegs­ende ist er Mit­begründer des Deutschen Pfad­finder­bundes. Ab 1952 ist Walther Jansen wieder als Archi­var beim Aus­wärtigen Amt tätig.

Portrait: Walther JansenWalther Jansen