Walther Jansen
11. November 1959, Hamburg
Walther Jansen nimmt als Kriegsfreiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. Nach seinem Abitur und einer Aus-bildung zum Zahntechniker arbeitet er als Lektor und freier Schriftsteller. Seit 1933 ist er Mitarbeiter des Verlags Eduard Bloch in Berlin. Am Zusammenschluss mehrerer Pfadfinderbünde zur Reichsschaft Deutscher Pfadfinder ist Jansen beteiligt und wird nach seinem Eintritt in die NSDAP Anfang Mai 1933 im August zum Bundesführer der Reichsschaft, die im Jahr 1934 verboten wird.
Um einer Verfolgung zu entgehen, emigriert er im November 1933 in die Niederlande, kehrt aber 1938 ins Deutsche Reich zurück. Er findet in Berlin Arbeit als Lektor und Archivar bei der Edition Bloch, bis er in der Presseabteilung des Auswärtigen Amtes angestellt wird. Dort knüpft er 1942 Kontakte zu einer oppositionellen Gruppe, zu der auch Eberhard Plewe gehört.
Ohne in die Umsturzplanungen des 20. Juli 1944 einbezogen zu sein, wird Jansen am 26. Juli 1944 festgenommen und in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert. Am 20. Februar 1945 wird er in das Konzentrationslager Sachsenhausen überstellt und Anfang Mai nach einem „Evakuierungsmarsch“ in der Nähe von Schwerin von der Roten Armee befreit.
Nach Kriegsende ist er Mitbegründer des Deutschen Pfadfinderbundes. Ab 1952 ist Walther Jansen wieder als Archivar beim Auswärtigen Amt tätig.


