Alfred Janitzky
2. Januar 1969, Dannenberg
Alfred Janitzky absolviert nach der Volksschule eine Schlosserlehre bei der AEG-Turbinenfabrik in Berlin-Moabit. Er engagiert sich bei der „Freien Jugend” und im Metallarbeiterverband und ist von 1923 bis 1926 Mitglied der KPD und dann der Revolutionären Gewerkschafts-Opposition (RGO). Er arbeitet bei der BVG, wird jedoch 1932 wegen seiner politischen Einstellung entlassen, anschließend ist er bis 1933 Kassierer der kommunalen Betriebe des Bezirks Wedding.
Seit 1934 ist er wieder bei der AEG-Turbinenfabrik in der Huttenstraße beschäftigt. In den Kriegsjahren gehört Alfred Janitzky dort einer Betriebsgruppe an, die Flugblätter verteilt und aus dem Radio abgehörte ausländische Nachrichten verbreitet. Außerdem unterstützen die Beteiligten Angehörige von Verfolgten mit Geldsammlungen und Lebensmittelmarken.
Am 27. Februar 1945 wird Janitzky von der Gestapo in der AEG festgenommen und in das Zellengefängnis Lehrter Straße eingeliefert. Er wird vom Berliner Kammergericht am 21. März 1945 zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt, die er im Strafgefangenenlager „Elbregulierung” Griebo bei Coswig (Anhalt) verbüßt. Kurz vor der Befreiung durch die Alliierten am 25. April 1945 gelingt ihm die Flucht.


