‹ zurück zur Übersicht

Alfred Janitzky

13. Dezember 1904, Berlin
2. Januar 1969, Dannenberg

Alfred Janitzky absol­viert nach der Volks­schule eine Schlosser­lehre bei der AEG-Tur­binen­fabrik in Berlin-Moabit. Er enga­giert sich bei der „Freien Jugend” und im Metall­arbei­ter­verband und ist von 1923 bis 1926 Mit­glied der KPD und dann der Revo­lutio­nären Gewerk­schafts-Oppo­sition (RGO). Er arbeitet bei der BVG, wird jedoch 1932 wegen seiner poli­tischen Ein­stellung ent­lassen, an­schlie­ßend ist er bis 1933 Kassierer der kommu­nalen Betriebe des Bezirks Wedding. 

Seit 1934 ist er wieder bei der AEG-Tur­binen­fabrik in der Hutten­straße beschäf­tigt. In den Kriegs­jahren gehört Alfred Janitzky dort einer Betriebs­gruppe an, die Flug­blätter ver­teilt und aus dem Radio abge­hörte aus­ländi­sche Nach­rich­ten ver­brei­tet. Außer­dem unter­stützen die Beteiligten Ange­hörige von Ver­folg­ten mit Geld­samm­lungen und Lebens­mittel­marken.

Am 27. Febru­ar 1945 wird Janitzky von der Gestapo in der AEG fest­ge­nom­men und in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße ein­geliefert. Er wird vom Berliner Kammer­gericht am 21. März 1945 zu sechs Jahren Zucht­haus ver­ur­teilt, die er im Straf­gefang­enen­lager „Elbre­gu­lierung” Griebo bei Coswig (Anhalt) ver­büßt. Kurz vor der Befrei­ung durch die Alli­ierten am 25. April 1945 gelingt ihm die Flucht.

Portrait: Alfred JanitzkyAlfred Janitzky, um 1946