Krafft Werner Wilhelm Jaeger
13. März 2008, Bad Friedrichshall
Krafft Werner Wilhelm Jaeger kommt als Sohn von Friedrich Jaeger und seiner Frau Marie Elisabeth, geborene Schlee-Pascha, zur Welt. Nach dem Reichsarbeitsdienst wird er zur Wehrmacht eingezogen, nimmt am Frankreich- und Russlandfeldzug teil und wird nach einer Verwundung 1942 zum Wachbataillon „Großdeutschland” in Berlin eingezogen.
Anlässlich der Beisetzung seiner Mutter im Februar 1942 trifft er seinen Vater in Berlin, der ihm über seine Kontakte zum Widerstand berichtet und auf die Unterstützung des Sohnes als Ordonanzoffizier des Wachbataillons hofft. Als Krafft Werner Wilhelm Jaeger 1943 an die Front versetzt wird, zieht er einen befreundeten Oberleutnant ins Vertrauen, der ihn jedoch denunziert.
Krafft Werner Wilhelm Jaeger wird festgenommen, letztlich vom Reichskriegsgericht jedoch mangels Beweisen freigesprochen und an die Front zurückversetzt. Nach dem Scheitern des Umsturzversuchs wird er am 1. August 1944 in Italien festgenommen und zunächst in das „Hausgefängnis” der Gestapo in der Prinz-Albrecht-Straße 8 gebracht, wo sich auch sein Vater in Haft befindet. Am 13. August wird er in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 verlegt.
Während sein Vater am 21. August vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und noch am selben Tag in Berlin-Plötzensee ermordet wird, wird Krafft Werner Wilhelm Jaeger am 20. Februar 1945 in das Konzentrationslager Sachsenhausen überstellt. Mit der Räumung des Lagers muss er sich dem „Evakuierungsmarsch” der Häftlinge anschließen und gerät in der Nähe von Schwerin in US-amerikanische, später in britische Kriegsgefangenschaft.
Nach Kriegsende arbeitet er als Grafiker sowie als selbstständiger Unternehmer.


