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Max Horst

19. September 1903, Münster
27. November 1990, Bonn

Max Horst ist nach seiner Promotion in Wirt­schafts­geschichte in Berlin ab 1928 als Referent und Abteil­ungs­leiter im Präsi­dium der Not­gemein­schaft der Deutschen Wissen­schaft tätig, die später in Deutsche For­schungs­gemein­schaft umbe­nannt wird. Er publi­ziert in dieser Zeit vor allem Brief-­ und Doku­menten­editio­nen aus dem Nachlass Hel­muth von Moltkes. Aus seiner Ehe mit Dagmar Stahl gehen drei Kinder hervor.

1940 wird der Histor­iker im Rang eines Feld­webels der Reser­ve als Militär­verwal­tungs­rat zur deutschen Militär­verwal­tung Frank­reichs dienst­verpflich­tet. Dort schließt er sich der mili­tärischen Oppo­sition um Carl Heinrich von Stülp­nagel an und ver­sucht über seinen Schwager, General Hans Speidel, Feld­marschall Rommel zur Teil­nahme am geplan­ten Umsturz­versuch zu bewe­gen. Nach dessen Scheitern am 20. Juli 1944 wird Max Horst in Paris festge­nommen, nach Berlin über­stellt und am 29. Septem­ber 1944 in die Gestapo­-Abteilung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße 3 einge­liefert, wo er in Einzel­haft gehal­ten wird. 

Am 16. Februar 1945 wird Max Horst zur Bewäh­rung an die Ost­front entlassen. Er wird ver­wundet und gerät in sowje­tische Kriegs­gefangen­schaft. Im Herbst 1945 kann er nach Deutsch­land zurück­kehren. 

Nach seiner Genesung baut er in Tübingen ein Hilfs­werk für Kriegs­gefan­gene auf, das im Roten Kreuz aufgeht. Bis 1968 arbeitet er im Bun­des­minis­terium des Innern sowie in der Kultur­abteilung des Aus­wärtigen Amtes.

Portrait: Max HorstMax Horst, um 1941