Walter Homann
10. April 1945, Berlin-Plötzensee
Walter Homann wächst in Berlin als Sohn eines Schuhmachers auf, absolviert nach der Volksschule bei der Firma Schwartzkopff eine Schlosserausbildung und besucht zusätzlich die Abendschule. Von 1927 bis 1933 ist er arbeitslos oder als Hilfsarbeiter beschäftigt. Er gehört der KPD sowie der Roten Hilfe an. Seit 1927 ist er verheiratet mit Frieda, geb. Kaminski, die Familie lebt mit zwei gemeinsamen Kindern in Berlin-Friedrichshain.
Seit 1933 ist er als Monteur für den In- und Auslandsdienst der AEG-Turbinenfabrik in Berlin-Moabit tätig, wo er sich 1935 der betrieblichen Widerstandsgruppe um Wilhelm Leist anschließt. Die Gruppe verbreitet Flugblätter und unterstützt Angehörige von politisch Verfolgten mit Geld und Lebensmitteln. Anfang 1945 wird die Gruppe von einem Spitzel verraten.
Walter Homann wird am 28. Februar 1945 festgenommen und in der Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 inhaftiert. Am 21. März 1945 verurteilt das Berliner Kammergericht ihn, Wilhelm Leist und vier weitere beteiligte Kollegen zum Tode. Sie werden noch am selben Tag ins Strafgefängnis Berlin-Plötzensee überführt und dort am 10. April 1945, zwei Wochen vor der Befreiung durch die Rote Armee, ermordet.




