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Walter Heerlein

16. März 1899, Arnstadt
13. April 1945, Berlin-Plötzensee

Der Mecha­niker Walter Heer­lein ist Mit­glied der KPD, der Roten Hilfe und gewerk­schaft­lich in der Revo­lu­tio­nären Gewerk­schafts­oppo­sition orga­nisiert. 1930 lernt er seine spätere Frau Ella Vogt kennen, sie bekommen zwei Kinder und heiraten 1941. 

Nach der Macht­über­nah­me Hitlers ist er ein aktiver Gegner des NS-Re­gimes. Er knüpft die Ver­bin­dung zwischen der Wider­stands­gruppe um Wilhelm Leist in der AEG-Turbi­nen­fabrik und der Gruppe um Richard Weller bei der AEG in der Dront­heimer Straße. 

Walter Heerlein und seinen Kollegen gelingt es in uner­müd­licher Klein­arbeit, die Ver­bin­dun­gen zu erwei­tern und den Wider­stand durch Kon­takte zu Gruppen in anderen AEG-Fabri­ken auf eine breitere Grund­lage zu stellen. Heer­lein hat unter anderem Kontakt zu Erwin Scholz, der in einer Gruppe am Stettiner Bahn­hof mit­ar­beitet. 

Beide AEG-Grup­pen werden von der Gesta­po ent­tarnt. Walter Heerlein wird am 22. Februar 1945 an seinem Arbeits­platz fest­ge­nom­men, im Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße inhaf­tiert und während der Ver­höre gefoltert. Das Kammer­gericht Berlin ver­ur­teilt ihn am 24. März 1945 mit sechs anderen Männern der Wider­stands­gruppe zum Tode. Alle werden am 13. April 1945 im Straf­ge­fäng­nis Berlin-Plötzen­see ermor­det.

Es lohnt sich, so glaube ich, eher als Kommu­nist zu sterben, als weitere Quäle­reien zu [er]tragen. Ich jeden­falls gehe gefasst meinen letzten Weg, wenn es sein muß, und mein letzter Gedanke soll Dir sowie der Sache gelten.

Walter Heerlein im Abschiedsbrief an seine Frau Ella, 20. März 1945

Quelle: Landesarchiv Berlin, C Rep. 118-01 Nr. 5414