Egbert Hayessen
15. August 1944, Berlin-Plötzensee
Egbert Hayessen schlägt nach dem Abitur eine Laufbahn als Berufsoffizier ein. Im Sommer 1944 gehört er zum Stab beim Oberbefehlshaber des Ersatzheeres Generaloberst Friedrich Fromm und ist in derselben Abteilung wie die Mitverschwörer Robert Bernardis und Friedrich Klausing beschäftigt. Von Bernardis erfährt Hayessen am 15. Juli 1944 von dem geplanten Attentat auf Hitler und von der Bedeutung der „Walküre”-Befehle.
Hayessen übernimmt die vorgesehenen Verbindungen zum Stadtkommandanten Paul von Hase und dem Polizeipräsidenten Wolf Heinrich Graf von Helldorf. Am Tag des Anschlags überbringt er von Hase die Nachricht von der Verhaftung des Generaloberst Fromm in der Bendlerstraße. In der Stadtkommandantur ist Hayessen dann an den Vorbereitungen zur Besetzung des Rundfunkgebäudes und zur Verhaftung des Reichspropagandaministers Goebbels beteiligt.
Egbert Hayessen wird noch am 20. Juli 1944 festgenommen und in der neu geschaffenen Gestapo-Sonderabteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 inhaftiert.
Seine Frau Margarete wird am 30. Juli zusammen mit weiteren Familienangehörigen in „Sippenhaft” genommen und bis zum 6. Oktober im KZ Ravensbrück festgehalten. Die beiden Söhne Hans-Hayo und Volker, zwei Jahre und neun Monate alt, werden Anfang August in das Kinderheim Bad Sachsa verschleppt.
Am 15. August 1944 wird Egbert Hayessen vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am selben Tag in Berlin-Plötzensee ermordet.






















