Kurt Haßel
16. November 1977, Emden
Der Berufsoffizier Kurt Haßel ist Chef der Amtsgruppe Nachrichtenwesen im Oberkommando des Heeres. Durch die ihm überstellten Generäle Olbricht und Fellgiebel ist er seit 1943 in die Umsturzpläne der militärischen Opposition eingeweiht, da sein Posten es ihm ermöglicht, die für den Umsturz wesentlichen Nachrichtenverbindungen sicherzustellen.
Nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 wird er festgenommen und zunächst im „Hausgefängnis” der Gestapo in Berlin inhaftiert. Von Mitte September bis Anfang Oktober 1944 ist er im Untersuchungsgefängnis Tegel inhaftiert und wird im Anschluss in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 verlegt, aus dem er am 25. April 1945 wegen des Vormarschs sowjetischer Truppen entlassen wird.
Mitte Mai 1945 gerät Haßel in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Oktober 1948 entlassen wird. Anschließend arbeitet er als kaufmännischer Angestellter bei der Firma H.T.C. Apetz in Emden.











