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Kurt Haßel

21. November 1898, Rastatt
16. November 1977, Emden

Der Berufs­offizier Kurt Haßel ist Chef der Amts­gruppe Nach­richten­wesen im Ober­komman­do des Heeres. Durch die ihm über­stellten Generäle Olbricht und Fell­giebel ist er seit 1943 in die Umsturz­pläne der mili­täri­schen Oppo­sition einge­weiht, da sein Posten es ihm ermög­licht, die für den Um­sturz wesent­lichen Nach­richten­ver­bin­dungen sicher­zustellen.

Nach dem geschei­terten Um­sturz­ver­such vom 20. Juli 1944 wird er festge­nommen und zu­nächst im „Haus­gefäng­nis” der Gestapo in Berlin inhaf­tiert. Von Mitte Sep­tember bis Anfang Oktober 1944 ist er im Unter­suchungs­gefäng­nis Tegel inhaf­tiert und wird im Anschluss in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 ver­legt, aus dem er am 25. April 1945 wegen des Vor­marschs sowje­tischer Truppen ent­lassen wird. 

Mitte Mai 1945 gerät Haßel in sowje­tische Kriegs­gefang­enschaft, aus der er im Oktober 1948 ent­lassen wird. Anschließend arbeitet er als kauf­männischer Ange­stellter bei der Firma H.T.C. Apetz in Emden.