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Martin Hartung
Martin Hartung ist Direktor der Königsberger Werke und Straßenbahn GmbH. Im Frühjahr 1945 wird er zusammen mit Woldemar Rodin, Leiter der Schichau-Werke, auf Veranlassung des ostpreußischen Gauleiters Erich Koch festgenommen, da sie Königsberg „zu früh und ohne Befehl” verlassen hätten. Beide werden laut Haftbucheintrag am 14. Februar 1945 in die Gestapo-Sonderabteilung des Zellengefängnisses in der Lehrter Straße eingeliefert.
Martin Hartung gehört zu den 33 Häftlingen, die am 23. April 1945 formal der Justiz übergeben werden. Zwei Tage später, am 25. April 1945 um 18 Uhr, wird er mit den in der Lehrter Straße verbliebenen Inhaftierten nach langen Verhandlungen mit der Gefängnisleitung entlassen.




