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Otto Götze

26. Juli 1888, Helbra/Kreis Mansfeld
20. Juni 1965, Berlin (Ost)

Otto Götze wächst als Sohn eines Schuh­macher­meisters in Magde­burg auf. Nach der Volks­schule absol­viert er eine Aus­bildung zum Werk­zeug- und Maschi­nen­schlosser und arbeitet anschlie­ßend in ver­schie­denen Betrieben als Vor­zeichner. 1928 zieht er nach Berlin und tritt in die SPD und in den Metall­arbeiter­verband ein. 1935 heiratet er Katharina Wagner. 

Otto Götze wird am 1. März 1945 als Mitglied der betrieb­lichen Wider­stands­gruppe in der Tur­binen­fabrik der AEG in Berlin-Moabit fest­ge­nommen und in der Gesta­po-Abtei­lung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße inhaf­tiert. Am 21. März 1945 findet der Prozess vor dem Kammer­gericht Berlin statt, bei dem sechs seiner Kollegen ein Todes­urteil erhalten. Otto Götze wird wegen „Vor­berei­tung zum Hoch­verrat” und „Feind­begüns­tigung” zu sechs Jahren Zucht­haus ver­urteilt. 

Vom Zellen­gefäng­nis ver­legt man ins Zucht­haus Griebo bei Coswig (Anhalt), das am 25. April 1945 von der Roten Armee befreit wird. 

Otto Götze zieht zunächst nach Rosslau zu seiner Schwester und arbeitet in der Stadt­ver­waltung. Nach deren Auf­lösung 1949 wird er den Kommu­nalen Wirt­schafts­unter­nehmen (KWU) unter­stellt. Ab 1. November 1950 arbeitete er als Vor­zeich­ner bei VEB Berg­mann-Borsig in Berlin-Wil­helms­ruh.

Portrait: Otto GötzeOtto Götze