Otto Götze
20. Juni 1965, Berlin (Ost)
Otto Götze wächst als Sohn eines Schuhmachermeisters in Magdeburg auf. Nach der Volksschule absolviert er eine Ausbildung zum Werkzeug- und Maschinenschlosser und arbeitet anschließend in verschiedenen Betrieben als Vorzeichner. 1928 zieht er nach Berlin und tritt in die SPD und in den Metallarbeiterverband ein. 1935 heiratet er Katharina Wagner.
Otto Götze wird am 1. März 1945 als Mitglied der betrieblichen Widerstandsgruppe in der Turbinenfabrik der AEG in Berlin-Moabit festgenommen und in der Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße inhaftiert. Am 21. März 1945 findet der Prozess vor dem Kammergericht Berlin statt, bei dem sechs seiner Kollegen ein Todesurteil erhalten. Otto Götze wird wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” und „Feindbegünstigung” zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt.
Vom Zellengefängnis verlegt man ins Zuchthaus Griebo bei Coswig (Anhalt), das am 25. April 1945 von der Roten Armee befreit wird.
Otto Götze zieht zunächst nach Rosslau zu seiner Schwester und arbeitet in der Stadtverwaltung. Nach deren Auflösung 1949 wird er den Kommunalen Wirtschaftsunternehmen (KWU) unterstellt. Ab 1. November 1950 arbeitete er als Vorzeichner bei VEB Bergmann-Borsig in Berlin-Wilhelmsruh.


