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Lothar Francke

21. August 1898, Berlin
21. Juni 1979, Berlin (West)

Lothar Francke ist Ab­teilungs­lei­ter bei der Deut­schen Luft­han­sa A.G. und seit 1935 mit dem eben­falls dort beschäftigten Juristen Klaus Bon­hoeffer be­freun­det, der genau wie sein Bru­der Dietrich mit mili­tärischen und zivilen Krei­sen aktiv Wider­stand gegen das NS-Regime leistet.

Er ist seit 1943 in die Um­sturz­pläne ein­geweiht und an zahl­reichen Ge­sprächen mit Bon­hoeffer über die mili­tärische und poli­tische Lage sowie die Lage der Luft­hansa nach einer Neu­bildung der Regierung be­teiligt. 

Nach dem geschei­terten Um­sturz­versuch vom 20. Juli 1944 wird er fest­genom­men und noch Ende März 1945 vom Ober­reichs­an­walt beim „Volks­gerichts­hof“ wegen „Wehr­kraft­zer­setzung und Feind­begünstigung“ ange­klagt. Lothar Francke ist vom 6. Novem­ber 1944 bis zu seiner Ent­lassung am 22. April 1945 im Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße in­haf­tiert.