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Gotthard Freiherr von Falkenhausen

20. Januar 1899, Steinkirchen/Lübben
1. November 1983, Essen

Gotthard Freiherr von Falken­hausen ist nach seiner Teil­nahme am Ers­ten Welt­krieg als Rechts­anwalt und lei­tender Bank­angestell­ter tätig. Zu Beginn des Zwei­ten Welt­krieges dient er als Ritt­meister im Stab des Ober­befehls­habers für Frank­reich, General Carl-Heinrich von Stülp­nagel, wird dann aber für „Bank- und Industrie­verwal­tungen” frei­gestellt. Er ist in Paris mit Cäsar von Hof­acker an den Pla­nungen der poli­tischen Neu­ordnung nach Ende des national­sozialis­tischen Regimes beteiligt. Cäsar von Hofacker dient seit Herbst 1943 im Stab Stülp­nagels und stellt die Ver­bindung zwischen den Gruppen der mili­tärischen Oppo­sition in Paris und Berlin her.

Nach dem Umsturz­versuch vom 20. Juli 1944 wird Cäsar von Hofacker von dem gemein­samen Be­kannten Ernst Röchling in dessen Wohn­ung versteckt. Falken­hausen besucht beide Männer dort mehr­fach, das letzte Mal am 25. Juli 1944. Er wird am glei­chen Tag fest­genommen und Mitte August 1945 in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 eingeliefert, vom „Volks­gerichts­hof“ jedoch am 12. Januar 1945 frei­ge­sprochen. 

Nach dem Ende des Zwei­ten Welt­krieges sitzt Falken­hausen unter anderem für die CDU im Rat der Stadt Essen und ist Mitbe­gründer und lange Jahre Vor­sitzender der At­lantik-Brücke.

Portrait: Gotthard Freiherr von FalkenhausenGotthard Freiherr von Falkenhausen vor dem „Volksgerichtshof” am 12. Januar 1945