Gotthard Freiherr von Falkenhausen
1. November 1983, Essen
Gotthard Freiherr von Falkenhausen ist nach seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Rechtsanwalt und leitender Bankangestellter tätig. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges dient er als Rittmeister im Stab des Oberbefehlshabers für Frankreich, General Carl-Heinrich von Stülpnagel, wird dann aber für „Bank- und Industrieverwaltungen” freigestellt. Er ist in Paris mit Cäsar von Hofacker an den Planungen der politischen Neuordnung nach Ende des nationalsozialistischen Regimes beteiligt. Cäsar von Hofacker dient seit Herbst 1943 im Stab Stülpnagels und stellt die Verbindung zwischen den Gruppen der militärischen Opposition in Paris und Berlin her.
Nach dem Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 wird Cäsar von Hofacker von dem gemeinsamen Bekannten Ernst Röchling in dessen Wohnung versteckt. Falkenhausen besucht beide Männer dort mehrfach, das letzte Mal am 25. Juli 1944. Er wird am gleichen Tag festgenommen und Mitte August 1945 in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert, vom „Volksgerichtshof“ jedoch am 12. Januar 1945 freigesprochen.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sitzt Falkenhausen unter anderem für die CDU im Rat der Stadt Essen und ist Mitbegründer und lange Jahre Vorsitzender der Atlantik-Brücke.










