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Holm Erttel

29. März 1892, Dresden
31. Dezember 1970, Garmisch-Partenkirchen

Holm Erttel wächst in Leipzig auf, beginnt nach dem Abitur ein Jura­studium und verbringt das erste Semester in Buenos Aires. Nach seiner Rück­kehr tritt er sein Militär­dienst­jahr bei dem 2. Ulanen­regi­ment Nr. 18 in Leipzig an, wechselt in den aktiven Militär­dienst und nimmt am Ersten Welt­krieg teil. 1921 beendet er sein Studium mit Promo­tion in Frank­furt am Main. 1936 absol­viert er ein Jahr als diploma­tischer Kurier beim Auswär­tigen Amt und tritt dann als Haupt­mann in die Wehr­macht ein, wo er in der Berliner Wehr­machts­komman­dantur einge­setzt wird. 

Seit 1942 ist er in die mili­tärischen Um­sturz­pläne ein­geweiht, zum gleichen Zeit­punkt wird er zum Oberst­leut­nant befördert und ist Adju­tant des Ber­liner Stadt­komman­danten Paul von Hase. 

Nach dem geschei­terten Attentat vom 20. Juli 1944 wird Erttel am 11. August 1944 festge­nommen und im Gestapo­gebäude Fran­zösische Straße und ab Okto­ber in der Gesta­po-Abtei­lung im Zellen­gefängnis Lehr­ter Straße 3 inhaf­tiert. Der „Volks­ge­richts­hof“ verur­teilt ihn am 4. April 1945 zu sieben Jahren Zucht­haus. Am 21. April wird er wegen des Vor­marschs der Roten Armee aus dem Gefäng­nis ent­lassen. Er gerät in sowje­tische Gefangen­schaft, kommt aber wegen gesund­heit­licher Probleme nach kurzer Zeit wieder frei. 

Holm Erttel engagiert sich in der Ent­nazi­fizie­rungs­kommission Berlin-Wil­mers­dorf und arbeitet als Hilfs­referent beim Senator für Sozial­wesen in Berlin.

Portrait: Holm ErttelHolm Erttel, 1945