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Erich Gunnar Eklöf

22. Februar 1922, Ragunda
31. März 1991, Mariefred

Der Schwede Erich Gunnar Eklöf tritt am 20. August 1941 als Frei­williger in die Waffen-SS ein, für die er sich für vier Jahre verpflich­tet, und nimmt an Front­einsätzen und Massen­erschießungen teil. Während eines Heimat­urlaubs wird er in SS-Uniform auf militärischem Gelände des neutralen Schwedens gesehen. Zur Rück­gewinnung schwedischer Frei­williger in SS-Verbände gibt er Infor­mationen der schwedischen Botschaft an das SS-Haupt­amt weiter und erhält im November 1944 das Eiserne Kreuz Zweiter Klasse. 

1945 wird Erich Gunnar Eklöf unter dem Verdacht der Spio­nage festge­nommen, nach Berlin überführt und am 28. Februar 1945 in das Zellen­gefängnis Lehrter Straße eingeliefert. Am 23. April wird er aus der Haft entlassen. Er kommt bei einer schwedischen Kirchen­gemeinde in Berlin unter und kann über Dänemark nach Schweden zurückkehren. 

Nach 1945 leistet Erich Gunnar Eklöf Flucht­hilfe für Kriegs­verbrecher und befreun­dete National­sozialisten. Für seine Beteiligung an Kriegs­ver­brechen muss er sich nie vor Gericht verant­worten.