Erich Gunnar Eklöf
31. März 1991, Mariefred
Der Schwede Erich Gunnar Eklöf tritt am 20. August 1941 als Freiwilliger in die Waffen-SS ein, für die er sich für vier Jahre verpflichtet, und nimmt an Fronteinsätzen und Massenerschießungen teil. Während eines Heimaturlaubs wird er in SS-Uniform auf militärischem Gelände des neutralen Schwedens gesehen. Zur Rückgewinnung schwedischer Freiwilliger in SS-Verbände gibt er Informationen der schwedischen Botschaft an das SS-Hauptamt weiter und erhält im November 1944 das Eiserne Kreuz Zweiter Klasse.
1945 wird Erich Gunnar Eklöf unter dem Verdacht der Spionage festgenommen, nach Berlin überführt und am 28. Februar 1945 in das Zellengefängnis Lehrter Straße eingeliefert. Am 23. April wird er aus der Haft entlassen. Er kommt bei einer schwedischen Kirchengemeinde in Berlin unter und kann über Dänemark nach Schweden zurückkehren.
Nach 1945 leistet Erich Gunnar Eklöf Fluchthilfe für Kriegsverbrecher und befreundete Nationalsozialisten. Für seine Beteiligung an Kriegsverbrechen muss er sich nie vor Gericht verantworten.

