Waldemar Einthal
8. Januar 1958, South Australia
Waldemar Einthal, der Sohn eines Maschinenbauingenieurs, besucht nach seiner Schulzeit ebenfalls eine technische Hochschule. Im Jahr 1938 zieht er mit seinen Eltern nach Hamburg.
Waldemar Einthal arbeitet von 1939 bis 1940 als Ingenieur in einer Kautschuk-Fabrik, die Oskar Graf Pilati gehört. Ende 1940 wird er bei der Organisation Todt als Ingenieur dienstverpflichtet, bis er im Mai 1941 zur Wehrmacht eingezogen wird. Er dient als Wachtmeister im 36. Schutzmannschaftsbataillon.
Im Mai 1942 desertiert er und hält sich in der Sowjetunion auf, bis er im Juli 1943 von der Feldpolizei festgenommen und nach Krakau gebracht wird. Er wird wegen „Hoch- und Landesverrat” vom SS- und Polizeigericht VI zum Tode verurteilt.
Anschließend wird er der Gestapo übergeben und nach Berlin in das Gefängnis am Alexanderplatz überführt. Nach einer kurzen Haftzeit in Berlin-Plötzensee wird er im März 1945 in die Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 verlegt. Dort bleibt er, bis die letzten Gefangenen wegen des Vormarsches der Roten Armee am 25. April 1945 entlassen werden.
Im Juni 1945 heiratet Einthal seine Lebensgefährtin, die ebenfalls sieben Monate lang inhaftiert gewesen ist. 1949 wandert die Familie nach Australien aus.


