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Waldemar Einthal

17. Februar 1918, Narva
8. Januar 1958, South Australia

Waldemar Einthal, der Sohn eines Maschinen­bau­ingenieurs, besucht nach seiner Schul­zeit ebenfalls eine technische Hochschule. Im Jahr 1938 zieht er mit seinen Eltern nach Hamburg. 

Waldemar Einthal arbeitet von 1939 bis 1940 als Ingenieur in einer Kautschuk-Fabrik, die Oskar Graf Pilati gehört. Ende 1940 wird er bei der Organisation Todt als Ingenieur dienst­ver­pflichtet, bis er im Mai 1941 zur Wehr­macht ein­gezogen wird. Er dient als Wacht­meister im 36. Schutz­mannschafts­bataillon. 

Im Mai 1942 desertiert er und hält sich in der Sowjet­union auf, bis er im Juli 1943 von der Feld­polizei fest­ge­nommen und nach Krakau ge­bracht wird. Er wird wegen „Hoch- und Landesverrat” vom SS- und Polizei­gericht VI zum Tode ver­urteilt. 

Anschließend wird er der Gestapo über­geben und nach Berlin in das Gefäng­nis am Alexander­platz überführt. Nach einer kurzen Haft­zeit in Berlin-Plötzensee wird er im März 1945 in die Gestapo-Abteilung des Zellen­gefängnisses Lehrter Straße 3 ver­legt. Dort bleibt er, bis die letzten Gefang­enen wegen des Vor­marsches der Roten Armee am 25. April 1945 entlassen werden. 

Im Juni 1945 heiratet Einthal seine Lebens­gefährtin, die ebenfalls sieben Monate lang inhaf­tiert gewesen ist. 1949 wandert die Familie nach Aus­tralien aus.

Portrait: Waldemar EinthalWaldemar Einthal