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Richard Drache

22. Juni 1876, Zörbig/Bitterfeld
30. November 1952, Berlin (West)

Der Jurist Richard Drache ist ab 1908 als Land­richter in Brom­berg und ab 1914 am Land­gericht Magde­burg tätig. An­fang 1920 wird er zum Kammer­gerichts­rat in Ber­lin er­nannt, nimmt aber kurz darauf seinen Abschied aus dem preu­ßischen Staats­dienst, um die juris­tische Lei­tung der indus­triellen und land­wirt­schaft­lichen Be­triebe seines Freun­des Carl Wentzel-Teut­schenthal zu über­nehmen. 

Nach dem geschei­terten Umsturz­versuch vom 20. Juli 1944 wird Carl Wentzel-Teut­schen­thal wegen seines Kon­taktes zu Carl Goerdeler fest­genom­men, vom „Volks­gerichts­hof” zum Tode verur­teilt und im Dezem­ber 1944 im Straf­gefäng­nis Plötzen­see ermor­det. 

Kurz nach der Verhaftung von Wentzel wird auch Richard Drache am 5. Au­gust 1944 von der Gestapo fest­genom­men. Am 7. Okto­ber 1944 wird er in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 eingeliefert. Wegen einer Herz­er­kran­kung wird Richard Drache nicht in ein Kon­zen­trations­lager über­stellt. Am 21. April 1945, kurz vor der Befrei­ung durch die Rote Armee, wird er aus der Haft entlassen.