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Alfred Delp SJ

15. September 1907, Mannheim
2. Februar 1945, Berlin-Plötzensee

Als ältester Sohn von sechs Kindern in einer gemischt-kon­fessionellen Ehe auf­ge­wachsen, ent­scheidet sich Alfred Delp als Vierzehn­jähriger für den Katho­li­zismus. Während seiner Schul­zeit am Bischöf­lichen Konvikt in Dieburg arbeitet er aktiv im Bund Neu­deutsch­land mit. Nach einem Noviziat im Jesuiten­orden studiert Delp Philo­sophie und ist anschließend Jugend­erzieher im Internat des Jesuiten­kollegs in Feldkirch und Präfekt am Jesuiten­kolleg St. Blasien. Ab 1934 studiert Alfred Delp Theologie und empfängt im Juli 1937 die Priester­weihe. 

Zwischen 1939 und ihrem Verbot 1941 ist Delp Redakteur der ange­sehenen katho­lischen Zeit­schrift „Stimmen der Zeit", danach Rektor der Filial­gemeinde St. Georg in München-Bogenhausen. 

Durch die Ver­mittlung von Pater Augustin Rösch nimmt Delp im Frühjahr 1942 Kon­takt zum Kreisauer Kreis auf und kann hier Grund­linien der katho­lischen Sozial­lehre in die Neu­ord­nungs­pläne ein­fließen lassen. Delp stellt zudem Kontakte zwischen Münchener Wider­stands­kreisen und die Gruppe um Helmuth James Graf von Moltke her. 

Pater Alfred Delp wird am 28. Juli 1944 in München fest­ge­nommen und Anfang August nach Berlin in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße gebracht, am 27. September 1944 wird er in das Gefängnis Tegel verlegt. Dort gelingt es seinem Mitbruder Franz von Tatten­bach, ihm am 8. Dezember 1944 heimlich seine Profess­gelübde abzunehmen. 

Alfred Delp wird am 11. Januar 1945 vom „Volks­ge­richts­hof” zum Tode verur­teilt und am 2. Februar 1945 im Straf­gefäng­nis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Postum werden seine gesammelten Auf­zeich­nungen und Briefe aus der Haft, die von Marianne Pünder und Marianne Hapig aus dem Gefängnis geschmuggelt worden sind, unter dem Titel „Im Angesicht des Todes” ver­öffentlicht.

Portrait: Alfred Delp SJAlfred Delp SJ