Eduard Brücklmeier
20. Oktober 1944, Berlin-Plötzensee
Der Jurist Eduard Brücklmeier tritt 1927 in den Auswärtigen Dienst ein, seine ersten Stationen sind Bagdad, Teheran und Colombo. 1933 nach Kattowitz versetzt, wird er zum ersten Mal von NS-Funktionären denunziert. 1936 wird er nach London versetzt und Joachim von Ribbentrop neuer Botschafter. 1937 heiratet Brücklmeier Klotilde von Obermayer-Marnach, aus der Ehe geht eine Tochter hervor.
Mitte 1938 kehrt Brücklmeier mit Ribbentrop nach Berlin zurück und ist im Außenministerium tätig. Er gehört einer Gruppe junger regimekritischer Diplomaten an, die 1938/39 die gegen einen Krieg gerichtete Politik des Staatssekretärs Ernst von Weizsäcker unterstützen.
Kurz nach Kriegsbeginn wird Legationsrat Brücklmeier von seinem Hausarzt wegen Defätismus denunziert, festgenommen, vom Chef des Reichssicherheitshauptamts Heydrich verhört und schließlich in den Ruhestand versetzt. Er stellt Verbindung her zwischen Carl Goerdeler, Wilhelm Leuschner, Hermann Maaß, Claus Graf von Stauffenberg und seinem ehemaligen Vorgesetzten aus Teheran, dem Botschafter Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg.
Sieben Tage nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 in Prag festgenommen, verurteilt der „Volksgerichtshof“ Eduard Brücklmeier am 29. September zum Tode. Am 20. Oktober wird er in Berlin-Plötzensee ermordet.






