Alexander Breithaupt
unbekannt
Alexander Breithaupt ist als kaufmännischer Angestellter in Berliner Industrieunternehmen tätig, bis er 1940 zum Kriegsdienst einberufen wird. Im Sommer 1941 wird er als Obergefreiter zur Personalabteilung der Abwehrstelle des Wehrkreises III abkommandiert, wo er eine Widerstandsgruppe aufbaut und den dortigen Zensurbetrieb behindert. Zudem kann er bei seiner Cousine, einer gebürtigen Polin, eine rassisch verfolgte Bekannte verstecken sowie durch sie Hafterleichterungen für einen im besetzten Polen inhaftierten politischen Gefangenen erwirken.
Nach einer Denunziation wird Alexander Breithaupt am 25. Januar 1945 festgenommen, im Gestapogefängnis am Alexanderplatz verhört und anschließend in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 gebracht. Aufgrund der Intervention eines Vorgesetzten wird er drei Tage später von der Gestapo-Sonderabteilung in das Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis verlegt.
Am 7. März 1945 wird er in das Wehrmachtsgefängnis Fort Zinna nach Torgau überführt, da das Reichskriegsgericht die Anklage vom Kommandanturgericht übernommen hat. Die am 16. April 1945 vorgesehene Verhandlung findet nicht mehr statt, da das Gefängnis am 15. April 1945 – kurz vor dem Zusammentreffen von sowjetischen und alliierten Truppen in Torgau – geräumt wird.
Am 27. April 1945 erreicht Alexander Breithaupt in einem Gefangenentrupp US-amerikanische Linien und kommt am 8. Mai 1945 in ein provisorisches US-Lager in Biebelsheim bei Bad Kreuznach. Am 8. Juli 1945, einen Tag vor Übernahme durch die französische Armee, wird er entlassen und über den Rhein gebracht.







