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Alexander Breithaupt

22. September 1911, Berlin
unbekannt

Alexander Breithaupt ist als kauf­männischer Ange­stell­ter in Berliner Industrie­unter­nehmen tätig, bis er 1940 zum Kriegs­dienst einbe­rufen wird. Im Sommer 1941 wird er als Obergefreiter zur Personal­abteilung der Abwehr­stelle des Wehr­kreises III abkomman­diert, wo er eine Wider­stands­gruppe aufbaut und den dortigen Zensur­betrieb behindert. Zudem kann er bei seiner Cousine, einer gebürtigen Polin, eine rassisch ver­folgte Bekannte ver­stecken sowie durch sie Haft­er­leichte­rungen für einen im besetzten Polen inhaf­tierten politischen Gefan­genen erwirken. 

Nach einer Denun­ziation wird Alexander Breithaupt am 25. Januar 1945 festge­nommen, im Gestapo­gefängnis am Alexan­der­platz verhört und anschließend in das Zellen­gefängnis Lehrter Straße 3 gebracht. Aufgrund der Inter­vention eines Vorge­setzten wird er drei Tage später von der Gesta­po-Sonder­abteilung in das Wehr­machts­unter­suchungs­gefängnis verlegt.   

Am 7. März 1945 wird er in das Wehr­machts­gefängnis Fort Zinna nach Torgau über­führt, da das Reichs­kriegs­gericht die Anklage vom Komman­dantur­gericht über­nommen hat. Die am 16. April 1945 vorge­sehene Ver­handlung findet nicht mehr statt, da das Gefängnis am 15. April 1945 – kurz vor dem Zusammen­treffen von sowje­tischen und alliierten Truppen in Torgau – geräumt wird. 

Am 27. April 1945 erreicht Alexander Breithaupt in einem Gefangenen­trupp US-ameri­kanische Linien und kommt am 8. Mai 1945 in ein provi­sorisches US-Lager in Biebels­heim bei Bad Kreuz­nach. Am 8. Juli 1945, einen Tag vor Über­nahme durch die franzö­sische Armee, wird er ent­lassen und über den Rhein gebracht.   

Portrait: Alexander BreithauptAlexander Breithaupt, um 1945