Bogislaw von Bonin
13. August 1980, Lehrte
Bogislaw von Bonin tritt 1926 in das 4. Preußische Reiter-Regiment in Potsdam ein. Zwischen 1936 und 1938 absolviert er eine Generalsstabsausbildung an der Kriegsakademie in Berlin und dient anschließend als Generalstabsoffizier beim Oberkommando des Heeres (OKH). Nach der Teilnahme am Frankreichfeldzug und am Krieg gegen die Sowjetunion wird er im Juli 1943 zum Oberst befördert und nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 zum Chef der Operationsabteilung des Generalstabes im OKH berufen.
Am 17. Januar 1945 wird er festgenommen, da er entgegen dem „Führerbefehl”, Warschau um jeden Preis zu halten, eine Anordnung entwirft, die der Heeresgruppe A volle Handlungsfreiheit und damit auch den Rückzug gestattet.
Am 6. Februar wird Bogislaw von Bonin in die Gestapoabteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 eingeliefert. Am 13. Februar wird er in das „Hausgefängnis” der Gestapo in der Prinz-Albrecht-Straße 8 überstellt und am 7. April als Sonderhäftling mit weiteren prominenten Gefangenen zunächst in das KZ Flossenbürg und zwei Tage später nach Dachau gebracht.
Als die Sonderhäftlinge schließlich nach Tirol verlegt werden, kann Bonin am 30. April 1945 in Niederdorf Einheiten der Wehrmacht veranlassen, das Begleitkommando der SS zu entwaffnen. Die Gefangenen werden am 4. Mai von der US-Armee endgültig befreit.
Bogislaw von Bonin verbringt zwei Jahre in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft. 1952 wird er in das „Amt Blank”, dem Vorläufer des Bundesministeriums der Verteidigung, berufen, dem er bis 1955 angehört.





