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Bogislaw von Bonin

17. Januar 1908, Potsdam
13. August 1980, Lehrte

Bogislaw von Bonin tritt 1926 in das 4. Preu­ßische Reiter-Regi­ment in Potsdam ein. Zwischen 1936 und 1938 absol­viert er eine Gene­rals­stabs­aus­bildung an der Kriegs­akademie in Berlin und dient anschlie­ßend als General­stabs­offizier beim Ober­kommando des Heeres (OKH). Nach der Teil­nah­me am Frank­reich­feldzug und am Krieg gegen die Sowjet­union wird er im Juli 1943 zum Oberst befördert und nach dem ge­schei­terten Umsturz­ver­such vom 20. Juli 1944 zum Chef der Opera­tions­ab­teilung des General­stabes im OKH berufen. 

Am 17. Januar 1945 wird er festge­nom­men, da er entgegen dem „Führer­befehl”, Warschau um jeden Preis zu halten, eine Anord­nung ent­wirft, die der Heeres­gruppe A volle Hand­lungs­freiheit und damit auch den Rück­zug gestattet. 

Am 6. Februar wird Bogis­law von Bonin in die Gestapo­abteilung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße 3 einge­liefert. Am 13. Februar wird er in das „Haus­gefäng­nis” der Gestapo in der Prinz-Al­brecht-Straße 8 über­stellt und am 7. April als Sonder­häftling mit weiteren pro­minenten Gefan­genen zunächst in das KZ Flossen­bürg und zwei Tage später nach Dachau gebracht. 

Als die Sonder­häft­linge schließlich nach Tirol ver­legt werden, kann Bonin am 30. April 1945 in Niederdorf Ein­hei­ten der Wehr­macht ver­an­las­sen, das Begleit­kom­mando der SS zu ent­waffnen. Die Gefan­genen werden am 4. Mai von der US-Armee end­gültig befreit. 

Bogislaw von Bonin ver­bringt zwei Jahre in US-amerika­nischer Kriegs­ge­fangen­schaft. 1952 wird er in das „Amt Blank”, dem Vor­läufer des Bun­des­ministe­riums der Ver­teidigung, berufen, dem er bis 1955 ange­hört.

Portrait: Bogislaw von BoninBogislaw von Bonin