Wilhelm Bösch
10. April 1945, Berlin-Plötzensee
Wilhelm Bösch arbeitet als Maschinenschlosser bei der AEG-Turbinenfabrik in Berlin-Moabit. Dort schließt er sich in den Kriegsjahren einer verbotenen kommunistischen Betriebsgruppe um Wilhelm Leist an, die Flugblätter verteilt und verfolgte Kolleginnen und Kollegen mit Geld und Essensmarken unterstützt.
Durch einen Spitzel wird die Gruppe im Februar 1945 von der Gestapo aufgedeckt. Wilhelm Bösch wird am 24. Februar in seiner Wohnung von der Gestapo festgenommen und in die Gestapoabteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 eingeliefert.
Am 21. März werden er und seine Mitstreiter vom Kammergericht Berlin wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” und „Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Seine Ehefrau Johanna sieht ihn ein letztes Mal bei einem Besuch am 7. April im Gefängnis Plötzensee, bevor Wilhelm Bösch dort am 10. April 1945 ermordet wird.




