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Wilhelm Blank

5. März 1899, Schramberg
9. April 1945, KZ Gusen

Der in Süd­deutschland geborene Wilhelm Blank kommt in den 1920er Jahren nach Berlin. Hier schließt er sich dem Roten Front­kämpfer­bund und der KPD an. Seine politische Arbeit führt er nach der Macht­über­nahme der National­sozialisten im Geheimen fort. Er bietet Ver­folgten Schutz und vertreibt die Rote Hilfe-Zeitung „Solida­rität“. Hierfür wird er bereits 1935 zu einer einein­halb­jährigen Haft­strafe verurteilt. 

Dennoch setzt sich Wilhelm Blank weiter für die vom NS-Regime Verfolgten ein. In seiner Garten­laube bringt er Menschen unter, die unter­tauchen müssen und versorgt sie mit seiner Frau Emmi mit dem Nötigsten. Er wird jedoch denun­ziert und zu einer weiteren Haft­strafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Vom 28. Novem­ber 1944 bis zum 30. Januar 1945 verbringt er einen Teil seiner Haftzeit im Zellen­gefängnis in der Lehrter Straße. 

Wilhelm Blank kann nach seiner Haft jedoch nicht zu seiner Familie zurück­kehren. Er kommt in „Schutz­haft“ und wird in das KZ Sachsen­hausen verlegt. Am 9. April 1945 stirbt er im Außen­lager Gusen des KZ Maut­hausen. 

Portrait: Wilhelm BlankWilhelm Blank