Wilhelm Blank
9. April 1945, KZ Gusen
Der in Süddeutschland geborene Wilhelm Blank kommt in den 1920er Jahren nach Berlin. Hier schließt er sich dem Roten Frontkämpferbund und der KPD an. Seine politische Arbeit führt er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Geheimen fort. Er bietet Verfolgten Schutz und vertreibt die Rote Hilfe-Zeitung „Solidarität“. Hierfür wird er bereits 1935 zu einer eineinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt.
Dennoch setzt sich Wilhelm Blank weiter für die vom NS-Regime Verfolgten ein. In seiner Gartenlaube bringt er Menschen unter, die untertauchen müssen und versorgt sie mit seiner Frau Emmi mit dem Nötigsten. Er wird jedoch denunziert und zu einer weiteren Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Vom 28. November 1944 bis zum 30. Januar 1945 verbringt er einen Teil seiner Haftzeit im Zellengefängnis in der Lehrter Straße.
Wilhelm Blank kann nach seiner Haft jedoch nicht zu seiner Familie zurückkehren. Er kommt in „Schutzhaft“ und wird in das KZ Sachsenhausen verlegt. Am 9. April 1945 stirbt er im Außenlager Gusen des KZ Mauthausen.


