Karl Behrens
13. Mai 1943, Strafgefängnis Berlin-Plötzensee
Karl Behrens, 1909 in Berlin geboren, wächst in einer Arbeiterfamilie auf und arbeitet als Schlosser. Nach dem Abitur am Berliner Abendgymnasium studiert er Maschinenbau. 1929 schließt er sich den Nationalsozialisten an, wird aber im Mai 1931 wegen seiner Kritik an Hitler aus der NSDAP ausgeschlossen und tritt ein Jahr später der KPD bei. 1932 lernt er als junger Abendgymnasiast Arvid Harnack kennen und bleibt auch nach 1933 mit ihm in enger Verbindung. Seit 1938 arbeitet Behrens in der Berliner AEG-Turbinenfabrik und sammelt eine Gruppe oppositioneller Kollegen um sich. Er berichtet Harnack über Neuentwicklungen in seinem Betrieb. Im Mai 1942 wird Behrens zur Artillerie eingezogen und an der Ostfront eingesetzt.
Karl Behrens wird am 16. September 1942 bei seiner Einheit festgenommen, gefesselt nach Berlin gebracht und zuerst im Wehrmachtuntersuchungsgefängnis in der Lehrter Straße 58 inhaftiert, bevor er am 21. September in das Wehrmachtuntersuchungsgefängnis Lehrter Straße 3 verlegt wird. Am 26. September wird er zusammen mit anderen Häftlingen in das Strafgefängnis Spandau gebracht. Am 19. Januar 1943 verurteilt das Reichskriegsgericht Karl Behrens zum Tode. Er wird am 13. Mai 1943 in Berlin-Plötzensee enthauptet.
