Fritz Behrend
9. November 1988, Wolfsburg
Fritz Behrend absolviert nach der Volksschule eine Ausbildung zum Dachdecker. Seit 1936 steht er in Kontakt mit den Ernsten Bibelforschern (Zeugen Jehovas) und wird am 18. Februar 1937 wegen der Verteilung von Schriften der seit Juni 1933 in Preußen verbotenen Glaubensgemeinschaft festgenommen und im Polizeigefängnis Potsdam inhaftiert.
Obwohl er im Mai 1937 in einem Prozess vor dem Sondergericht in Berlin freigesprochen wird, wird Fritz Behrend, der sich weiterhin zu seinem Glauben bekennt, der Gestapo Potsdam übergeben und im Oktober 1937 in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Am 29. August 1944 wird er gemeinsam mit vier weiteren Ernsten Bibelforschern in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 überstellt und dort als Kalfaktor in der Gestapo-Sonderabteilung eingesetzt.
Am 22. April 1945 wird Fritz Behrend aus der Haft entlassen. Er leidet bis zu seinem Tod schwer unter den Haftfolgen.


