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Fritz Behrend

25. Februar 1911, Wustrau/Ruppin
9. November 1988, Wolfsburg

Fritz Behrend absol­viert nach der Volks­schule eine Ausbil­dung zum Dach­decker. Seit 1936 steht er in Kontakt mit den Ernsten Bibel­forschern (Zeugen Jehovas) und wird am 18. Februar 1937 wegen der Verteilung von Schriften der seit Juni 1933 in Preußen verbo­tenen Glaubens­ge­mein­schaft fest­genom­men und im Polizei­gefäng­nis Potsdam inhaf­tiert.   

Obwohl er im Mai 1937 in einem Prozess vor dem Sonder­gericht in Berlin frei­gespro­chen wird, wird Fritz Behrend, der sich weiterhin zu seinem Glauben bekennt, der Gestapo Pots­dam über­geben und im Oktober 1937 in das KZ Sach­sen­hausen ver­schleppt. Am 29. August 1944 wird er gemein­sam mit vier weiteren Ernsten Bibel­forschern in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 über­stellt und dort als Kalfaktor in der Gesta­po-Son­der­abtei­lung einge­setzt. 

Am 22. April 1945 wird Fritz Behrend aus der Haft ent­lassen. Er leidet bis zu seinem Tod schwer unter den Haft­folgen.

Portrait: Fritz BehrendFritz Behrend, 1945