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Carl Peter Bassen

9. Dezember 1893, Altona
2. März 1977, Berlin (West)

Carl Peter Bassen absol­viert eine Lehre im Bau­hand­werk und besucht anschlie­ßend eine Staat­liche Bau­ge­werks-Schule. Er ist in verschie­denen Stellungen als Archi­tekt tätig und unter­hält ab 1932 ein eigenes Archi­tek­tur­büro in Ber­lin-Lichter­felde. 1939 heiratet er Marie Moritz. 

Bereits 1937 lernt Bassen Ludwig Gehre kennen, der später dem Wider­stands­kreis um Hans Oster und Hans von Dohnanyi im Amt Aus­land/Ab­wehr im Ober­komman­do der Wehr­macht ange­hört. Gehre wird im März 1944 fest­ge­nommen, kann jedoch wenige Tage später fliehen und sich in den folgen­den Monaten mit Hilfe eines breiten Kreises von Unter­stützerin­nen und Unter­stützern verborgen halten. Um einer drohenden Fes­tnahme zu entgehen, taucht im August 1944 auch Gehres Ehefrau Hanna unter. 

Carl und Marie Bassen ver­stecken das Ehe­paar Gehre mehrfach in ihrer Wohnung in Berlin-Lichter­felde. Nach­dem Ludwig Gehre am 8. Novem­ber 1944 von der Gesta­po er­griffen worden ist, wird auch Carl Bassen drei Tage später auf seiner Arbeits­stelle beim Flug­mo­toren­werk in Gens­hagen fest­ge­nommen. Am 14. Dezember 1944 werden auch seine Frau Marie und sein Schwie­ger­vater Her­mann Moritz in Haft genom­men.  

Carl Bassen wird in die Gesta­po-Abteilung des Zellen­ge­fäng­nisses Lehrter Straße 3 ein­ge­liefert. Zu einer Anklage gegen ihn kommt es auf­grund des Kriegs­ver­laufs nicht mehr. Er wird am 23. April 1945 aus der Haft ent­lassen. 

Nach Kriegs­ende arbeitet er als freier Archi­tekt und ent­wirft unter anderem das Zeiss-Pla­ne­tarium am Insu­laner in Berlin-Schöne­berg.

Portrait: Carl Peter BassenCarl Peter Bassen