Carl Peter Bassen
2. März 1977, Berlin (West)
Carl Peter Bassen absolviert eine Lehre im Bauhandwerk und besucht anschließend eine Staatliche Baugewerks-Schule. Er ist in verschiedenen Stellungen als Architekt tätig und unterhält ab 1932 ein eigenes Architekturbüro in Berlin-Lichterfelde. 1939 heiratet er Marie Moritz.
Bereits 1937 lernt Bassen Ludwig Gehre kennen, der später dem Widerstandskreis um Hans Oster und Hans von Dohnanyi im Amt Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht angehört. Gehre wird im März 1944 festgenommen, kann jedoch wenige Tage später fliehen und sich in den folgenden Monaten mit Hilfe eines breiten Kreises von Unterstützerinnen und Unterstützern verborgen halten. Um einer drohenden Festnahme zu entgehen, taucht im August 1944 auch Gehres Ehefrau Hanna unter.
Carl und Marie Bassen verstecken das Ehepaar Gehre mehrfach in ihrer Wohnung in Berlin-Lichterfelde. Nachdem Ludwig Gehre am 8. November 1944 von der Gestapo ergriffen worden ist, wird auch Carl Bassen drei Tage später auf seiner Arbeitsstelle beim Flugmotorenwerk in Genshagen festgenommen. Am 14. Dezember 1944 werden auch seine Frau Marie und sein Schwiegervater Hermann Moritz in Haft genommen.
Carl Bassen wird in die Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 eingeliefert. Zu einer Anklage gegen ihn kommt es aufgrund des Kriegsverlaufs nicht mehr. Er wird am 23. April 1945 aus der Haft entlassen.
Nach Kriegsende arbeitet er als freier Architekt und entwirft unter anderem das Zeiss-Planetarium am Insulaner in Berlin-Schöneberg.


