Friedrich Bachmann
14. März 1960, Kassel
Der Jurist Friedrich Bachmann ist zwischen 1919 und 1932 im Reichsfinanzministerium sowie im Ministerium des Innern tätig und steigt zum Ministerialdirigenten auf. Er ist Mitglied der Deutschen Volkspartei (DVP) und gehört dem Zentralausschuss an. 1932 wird er gegen die Stimmen der NSDAP zum Regierungspräsidenten von Erfurt gewählt.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten tritt Bachmann der NSDAP bei, gerät jedoch schon bald in Konflikt mit führenden thüringischen Parteivertretern. Er wird als Regierungspräsident zunächst nach Schneidemühl versetzt, im September 1939 erfolgt eine weitere Versetzung nach Liegnitz. Im Mai 1942 wird Friedrich Bachmann nach Auseinandersetzungen mit dem niederschlesischen Gauleiter Karl Hanke in den einstweiligen Ruhestand versetzt und im Oktober 1942 im Rang eines Majors zur Wehrmacht eingezogen.
Seit Februar 1943 gehört er der Heeresgruppe Süd an, wo er durch Oberst Georg Schultze-Büttger, ein wichtiger Verbindungsmann Henning von Tresckows, von den Umsturzplänen der Verschwörer erfährt.
Am 1. August 1944 wird Friedrich Bachmann festgenommen und zwei Tage später in die Gestapo-Abteilung des Gefängnisses Lehrter Straße 3 eingeliefert. Am 12. Januar 1945 wird er in die Festungshaftanstalt Küstrin überstellt.
Friedrich Bachmann wird im April 1945 von französischen Truppen am Bodensee befreit. 1946 wird er Landrat des hessischen Kreises Biedenkopf.




