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Friedrich Bachmann

29. Juni 1884, Niederurff
14. März 1960, Kassel

Der Jurist Friedrich Bach­mann ist zwischen 1919 und 1932 im Reichs­finanz­minis­terium sowie im Minis­terium des Innern tätig und steigt zum Minis­terial­dirigen­ten auf. Er ist Mit­glied der Deut­schen Volks­partei (DVP) und gehört dem Zentral­aus­schuss an. 1932 wird er gegen die Stimmen der NSDAP zum Regie­rungs­präsi­denten von Erfurt gewählt. 

Nach der Macht­über­nahme der Natio­nal­sozia­lis­ten tritt Bach­mann der NSDAP bei, gerät jedoch schon bald in Kon­flikt mit führenden thürin­gischen Partei­ver­tretern. Er wird als Regie­rungs­präsident zunächst nach Schneide­mühl ver­setzt, im Septem­ber 1939 erfolgt eine weitere Ver­setzung nach Liegnitz. Im Mai 1942 wird Friedrich Bach­mann nach Aus­einan­der­set­zungen mit dem nieder­schle­sischen Gau­leiter Karl Hanke in den einst­weiligen Ruhe­stand ver­setzt und im Oktober 1942 im Rang eines Majors zur Wehr­macht einge­zogen. 

Seit Februar 1943 gehört er der Heeres­gruppe Süd an, wo er durch Oberst Georg Schultze-Büttger, ein wichtiger Ver­bin­dungs­mann Henning von Tresckows, von den Um­sturz­plänen der Ver­schwörer erfährt. 

Am 1. August 1944 wird Friedrich Bach­mann fest­genom­men und zwei Tage später in die Gesta­po-Abtei­lung des Gefäng­nisses Lehrter Straße 3 einge­liefert. Am 12. Januar 1945 wird er in die Fes­tungs­haft­anstalt Küstrin über­stellt. 

Friedrich Bach­mann wird im April 1945 von franzö­sischen Truppen am Boden­see befreit. 1946 wird er Land­rat des hessischen Kreises Bieden­kopf.

Portrait: Friedrich BachmannFriedrich Bachmann, um 1946