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Otto Armster

11. Juli 1891, Preetz
21. September 1957, Wiesbaden

Otto Armster, als Oberst ab April 1944 Leiter der Abwehr­stelle Wien, hat seit 1939 Kontakte zum Wider­stands­kreis im Amt Aus­land/Abwehr unter Admiral Wilhelm Canaris, mit dem er befreun­det ist. Otto Armster arbeitet hier mit Georg Alexander Hansen, Hans Oster und Ludwig Gehre zusammen und trifft sich mehr­fach mit Hermann Kaiser, einem Ver­trauten von General Friedrich Olbricht. Von den Ver­schwö­rern ist Otto Armster nach einem erfolg­reichen Umsturz als Ver­bin­dungs­offizier im Wehr­kreis XVIII (Salz­burg) vor­gesehen. 

Am 23. Juli 1944 in Wien festge­nom­men, wird er nach Berlin gebracht, zunächst im Gefäng­nis Tegel inhaf­tiert und anschlie­ßend bis zu seiner Befreiung am 25. April 1945 im Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße fest­gehalten. Im Gefängnis hat er Kontakt zu Kurt Haßel, mit dem er auch nach der Befrei­ung in Ver­bin­dung bleibt. 

Am 15. Mai 1945 werden Otto Armster und Kurt Haßel vom sowje­tischen NKWD fest­ge­nom­men und in die Sowjet­union ver­schleppt. Otto Armster kehrt erst 1955 aus der Gefangen­schaft zurück und stirbt zwei Jahre später in Wies­baden.

Portrait: Otto ArmsterOtto Armster, um 1940