Johannes Albers
8. März 1963, Köln
Johannes Albers stammt aus einer katholischen Arbeiterfamilie. Er wird Schriftsetzer und Buchdrucker, engagiert sich früh in christlichen Gewerkschaften und wird 1919 Gewerkschaftssekretär in Köln. Von 1924 bis 1931 vertritt er die Zentrumspartei im Stadtrat, ab 1927 als stellvertretender Parteivorsitzender. 1931 wird er Direktor des städtischen Versicherungsamtes.
Nach der Zerschlagung der Gewerkschaften im Mai 1933 wird Johannes Albers Leiter der Städtischen Betriebskrankenkasse. 1934 schließt er sich „netzwerkartigen Gesprächskreisen” an, in denen er sich mit anderen NS-Gegnern über eine demokratische Neuordnung austauscht, sowie dem Kölner Kreis um Otto Müller an.
Nach dem 20. Juli 1944 fahndet die Gestapo nach ihm, er kann sich jedoch bis zum 24. Oktober der Festnahme entziehen. Am 6. Dezember 1944 wird er nach Berlin überführt und im Zellengefängnis Lehrter Straße inhaftiert. Am 20. Dezember wird er zu Verhören in das KZ Ravensbrück gebracht und am 15. Januar 1945 wieder in die Lehrter Straße.
Am 5. April 1945 verurteilt der „Volksgerichtshof” Johannes Albers zu drei Jahren Zuchthaus. Am 23. April wird er ins Gefängnis Plötzensee überführt, das zwei Tage später von der Roten Armee befreit wird.
Nach Kriegsende beteiligt er sich an der Gründung der CDU sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Johannes Albers stirbt kurz nach seinem freiwilligen Rücktritt als CDU-Parteivorsitzender am 8. März 1963 in Köln, seinem 73. Geburtstag.






